Donnerstag, 19. April 2018

Schließung von Featherwings

Ihr Lieben ,

2016, kurz nachdem mein Papa seine Diagnose bekommen hat, habe ich bereits einen Post verpasst, in dem ich mit dem Gedanken gespielt habe mit dem Bloggen aufzuhören. Zwei Wochen später kam ich aber zu dem Entschluss, dass ich genau das brauche - mich mit anderen austauschen, darüber zu schreiben, mir alles von der Seele zu schreiben. In der Zeit danach habe ich zwar gebloggt aber es fiel mir deutlich schwerer und die Leichtigkeit hat gefehlt. Ich habe zwar noch so viele Ideen im Kopf und fast fertig getippte Blogposts gespeichert aber jedes Mal, wenn ich in den letzten Wochen einen Post schreiben oder veröffentlichen wollte, habe ich gemerkt, wie mir die Leidenschaft gefehlt und das Pflichtgefühl im Vordergrund stand und ihr könnt mir sicher zustimmen, dass das nicht so sein sollte. Die letzten Wochen waren hart, als ich den letzten Post mit dem Updates meines Papas veröffentlicht habe, hätte ich nicht gedacht, dass es noch schlimmer werden könnte. Inzwischen schläft er fast die ganze Zeit, ist zwar noch ansprechbar aber kann auch kaum noch sprechen, essen oder trinken. Seid mir bitte nicht böse aber so oft ich die Posts davor auch offen über ihn geschrieben habe, momentan fühle ich mich nicht in der Lage dazu mehr darüber zu berichten. Wir können auch nicht mehr tun als derzeit zu warten, was mich verrückt macht. Hilflos, verzweifelt. Neben den ganzen Klausuren, Lernen und nachts immer mal wieder aufstehen, um nach ihm zu sehen, musste ich mich zum ersten Mal in meinem Leben mit Dingen wie Anwälten, Bestattungsunternehmen und Ähnlichen auseinander setzen, was wirklich mehr als...beschissen war. Der Spagat zwischen der Pflege meines Papas, Uni, lernen, Arbeit und Alltag raubt extrem viel Energie, was ich immer versuche mit Freunden und Lukas auszugleichen. Es gibt Tage, an denen fühle ich einfach nichts, fühle mich leer und abgestumpft und an anderen Tagen zersplittert mein Herz und ich will mich einfach nur im Bett verkriechen und weinen, was ich ab und zu dann ehrlich gesagt auch tue. Ich weiß dieser Post ist wirr und durcheinander aber ich dachte ich bin euch zum Schluss noch eine Erklärung schuldig, für all die, die mich teilweise schon seit 2011 begleiten. Es fällt mir unheimlich schwer hier einen Schlussstrich zu setzen aber ich spiele schon länger mit dem Gedanken aufzuhören und konnte mich bisher einfach nicht dazu durchringen. Es steckt hier so viel Herzblut drin, dass ich innerlich immer noch ganz hin und her gerissen bin aber ich weiß einfach, dass ich nicht unregelmäßig einfach nur alle paar Monate einen Post veröffentlichen möchte. Ich kann immer noch nicht fassen, dass ich jetzt nach fast 7 Jahren Bloggen aufhöre, puh. Ich möchte mich bei euch allen für die unzähligen lieben, unterstützenden Kommentare und Nachrichten, die ich in all den Jahren von euch erhalten habe. Jede davon hat mir den Tag versüßt, ich habe einen ganzen Ordner voll Screenshots, die ich mir anschaue, wenn es mir schlecht geht. Hoffentlich habe ich euch etwas davon zurück geben konnte, indem ich euch in vielen Bereichen meines Lebens mitgenommen habe, auch wenn es nicht immer nur die guten Seiten waren. Wer weiterhin daran teilhaben möchte, auf Instagram bin und bleibe ich aktiv - missfeatherwings. Ich hoffe ich sehe ein paar von euch da.  

Fühlt euch gedrückt ihr Lieben, danke für die schönen Jahre hier mit euch. 

Montag, 5. Februar 2018

Dear Diary... {Life Update}

Ihr Lieben,
lange habe ich hin und her überlegt, wie, wann und ob ich diesen Beitrag überhaupt tippen kann und werde. Das letzte Update ist schon eine ganze Weile her, schon über ein halbes Jahr. In dieser Zeit ist nicht allzu viel passiert, es gab bessere und schlechtere Tage, wie auch schon davor. Der Grund aus dem ich mich heute dazu entschieden habe, diesen Post zu schreiben, ist leider kein schöner. Es fällt mir unheimlich schwer und ich habe bisher noch nicht einmal mit allen persönlich sprechen können aber es hilft mir etwas meine Gedanken zu ordnen. Erst vor kurzem haben mein Papa und wir erfahren, dass es nun soweit ist - die Ärzte können nichts mehr tun, die Therapien wurden eingestellt. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie sehr ich immer Angst vor diesem Zeitpunkt hatte und nun ist er allgegenwärtig. Ich fühle mich hilflos, vor allem weil ich sehe wie viel schlechter es meinem Papa in den letzten Wochen ging, und besonders wie schnell das alles kam. Er kann kaum noch alleine gehen, braucht inzwischen einen Rollator und einen Rollstuhl, ist sehr vergesslich (das Kurzzeitgedächtnis funktioniert inzwischen leider eher schlecht als recht) und wovor ich auch immer Angst habe - sein Charakter hat sich extrem verändert. Er ist apatisch, zeigt und empfindet kaum noch Emotionen, ganz anders als der liebevolle, fürsorgliche Papa, den ich kannte. Ich weiß natürlich, dass man das nicht persönlich nehmen sollte und er absolut nichts dafür kann und ich wusste, dass die Krankheit all diese Dinge mit sich bringt aber es dann in so kurzer Zeit zu erleben ist...hart. Es tut mir weh zu sehen, wie es ihm Angst macht, wenn er Dinge, die erst am Morgen passiert sind, nicht oder kaum noch weiß, ich kann wenn ich ehrlich bin nur sehr schlecht damit umgehen, wenn ich es mitbekomme.
 Ich bin froh, dass jetzt Semesterferien sind und ich die nächsten Monate erst einmal zuhause verbringen kann, es weiß niemand wie viel Zeit uns noch genau bleibt. Die beiden Tumore wachsen extrem schnell, eben so schnell, dass die Ärzte es für nicht sinnvoll halten, die Therapien fortzusetzen. Einerseits macht es mir wahnsinnige Angst, da alles ohne Chemo, Bestrahlung etc viel schneller geht aber andererseits bin ich froh, dass ihm die Last genommen wird. Er hat bisher so tapfer gekämpft, so gut durchgehalten, schon fast 1,5 Jahre, was schon mehr war, als ich damals erhofft hatte. Und doch schwindet die Hoffnung die wie alle immer hatten langsam. Ich weiß mein Text klingt wahrscheinlich noch relativ gefasst aber das ist sicher schon das vierte oder fünfte Mal, dass ich mich wieder an diesen Post setze, weil ich immer wieder unterbrechen musste, um etwas Abstand zu bekommen.
Ich erinnere mich so gerne an meine Kindheit zurück, die unbeschwerter nicht hätte sein können. Auch wenn meine Eltern damals (und auch heute) nicht viel hatten - ein- oder zweimal im Jahr, sobald der Jahrmarkt seine Stände aufgebaut hatte, nahm mein Papa sicher sein halbes Monatsgehalt, um mit mir den schönsten Tag des Jahres zu verbringen. Wir haben jeden einzelnen Stand abgeklappert - Dosen werfen, Entchen angeln, Karussel fahren, Geisterbahn, Pfeile werfen und Lose kaufen (einmal haben wir sogar den Hauptpreis gezogen!) - und haben das Geld nur so aus dem Fenster geschmissen. Ich glaube meine Mutter weiß bis heute nicht wie viel Geld wir da gelassen haben, was wahrscheinlich auch besser so ist. Das sind mit meine allerliebsten Erinnerungen zusammen mit ihm. Oder die Sommer, die ich natürlich quasi am Strand/Meer aufgewachsen bin! Mein Papa hat mehr als zehn Jahre in einem Restaurant direkt am Strand gekellnert, wir haben ihn im Sommer jeden Tag besucht und seine Mittagspause zusammen im Wasser verbracht. Ich durfte durchs ganze Restaurant tapern, habe Süßigkeiten von allen Mitarbeitern abgestaubt, habe die Fische gefüttert und es war wie ein weiterer Teil unserer Familie. Wir haben damals auch zusammen durch seinen Job die verschiedenen Euro Münzen zusammen gesammelt und sogar fast komplett gehabt, bis ich so blöd war und im Teeniealter und so pleite wie ich damals war, das Geld auszugeben - was ich übrigen sbis heute so bereue! Generell war und bin ich ein absolutes Papa-Kind. Als er noch dort in dem Restaurant gewohnt hat, kam er nur für zwei Tage in der Woche nachhause und immer wenn er da war, kam es überhaupt nicht in Frage, dass meine Mama mir Essen macht, mich ins Bett steckt oder eine Geschichte erzählt. Ich erinnere mich bis heute daran, dass er bis ich in die 5. Klasse gekommen bin jeden Tag mit mir zusammen aufgestanden ist, mich im Halbschlaf huckepack ins Badezimmer getragen hat, damit ich mich fertig machen kann oder er zum Wecken ins Zimmer kam und ich manchmal nur wortlos meine Hand mit drei Fingern hochgehalten habe, wenn ich signalisieren wollte, dass ich noch drei Minuten länger schlummern wollte. Eine Geschichte, die ich auch gern erzähle ist die Sache mit dem Kindergarten und dem Auto. Die Tage, an denen er zuhause war, hat er mich mit dem Fahrrad immer zum Kindergarten gefahren. Auf dem Weg dorthin habe ich ihn wohl des Öfteren ein wenig "angemeckert", dass er schneller fahren solle und alle anderen Kinder ja viel schneller da wären, weil sie mit dem Auto gekommen sind. Das war wohl der letzte Schritt, der ihn dann dazu brachte den Führerschein zu machen. Dann hatte er natürlich weniger Zeit für mich, wenn er zuhause war, da er ja auch die Theorie lernen musste, worüber ich mich natürlich lauthals beschwert habe. Und als es dann soweit war und er das erste Auto kaufte, meckerte ich wieder nur und zwar warum das blöde Auto denn weiß und nicht rot wäre. (ratet mal welche Farbe das zweite Auto dann hatte?) Dabei war mein Papa, egal was er auch getan hat, immer mein Held. Niemand konnte so toll Geschichten erzählen, Pflaster aufkleben und Auto fahren wie er. Niemand kann so gut kochen (er hat unter anderem auch mal im Steakhouse gearbeitet) und niemand geht so wie er ins Restaurant und kommt jedes Mal mit den Worten "Also zuhause (aka wenn ich selbst koche!) schmeckt's ja doch am besten" raus. Ich kann mir mein Leben ohne ihn an der Seite nicht vorstellen - dass er seine Enkelkinder wahrscheinlich nicht kennen lernen und aufwachsen sehen wird, mich nicht zum Altar führen wird oder alle anderen Dinge die ich nicht mit ihm teilen werden kann - das alles ist für mich einfach unvorstellbar. Das wünsche ich wirklich niemandem. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll, der Gedanke zerbricht mir das Herz. 
Momentan geht es mir natürlich den Umständen entsprechend scheiße (tut gut, das mal unverblümt zu auszusprechen) aber besser als ich es vorher gedacht hätte. Vielleicht hatte ich genug Zeit mich darauf vorzubereiten, vielleicht habe ich es langsam akzeptiert, ich weiß es nicht. Was ich allerdings weiß ist, was für tolle Freundinnen ich habe. Neben Lukas, der natürlich immer für mich da ist und auch 2016, als alles anfing schon 24/7 an meiner Seite war, schätze ich es gerade jetzt umso mehr, was für gute Freundschaften ich doch habe. Meine beiden Mädels V+S sind zum Beispiel vor ein paar Wochen, kurz nachdem wir die Nachricht erfahren hatten, spät abends zu mir gekommen, haben Süßigkeiten und mein liebstes Eis mitgebracht und sind bis nach 5 Uhr morgens geblieben. Wir hatten einen super schönen Mädelsabend, ich habe lange nicht mehr so viel gelacht und war den Tag danach ohne Stimme und Schlaf aber glücklich. Glücklich, dass ich Freundinnen habe, die sich so gut um mich kümmern, die mich von der Uni mit einer Wärmflasche abholen, wenn es mir schlecht geht, mit mir herzergreifende Videos gucken und unnötigerweise alle dabei weinen, ohne wenn und aber vorbeikommen und einfach nur da sind. Oder auch A. & K., ihr habt schon vor Jahren, als dieser Blog entstand von A. gelesen. Wir kennen uns seit der dritten Klasse und waren immer unzertrennlich, bis 2014. Wir hatten in unserer Freundschaft bis dahin nie, kein einziges Mal gestritten und ich glaube der große Krach, der dann kam und den Kontakt bis Anfang letzten Jahres unterbrach war rückblickend gesehen wie ein reinigendes Gewitter (sorry für die furchtbare Metapher), was scheinbar mal nötig war. Wir sind jedenfalls beide der Meinung, dass dieser dreijährige "Streit" für den Rest unseres Lebens reicht und das hoffe ich sehr! A. hat mir unheimlich gefehlt, wir sind uns beide sehr ähnlich, habe dieselben Interessen und denselben Geschmack und lieben uns heiß und innig - zumindest spreche ich da auf jeden Fall für mich und ich bin so froh, wie es kein bisschen anders ist als früher zwischen uns, wir wussten beide nicht einmal mehr, wie es überhaupt zu dem Streit kam. Zusammen mit ihrem Freund K. gibt es niemanden, natürlich neben V & S, mit dem ich (und auch Lukas) lieber Zeit verbringen. Ich bin wirklich mehr als dankbar - gerade heute, wo es so schwer ist Freundschaften zu führen/finden, die über eine oberflächliche Bekanntschaft hinausgehen. Ohne sie alle wüsste nicht, ob ich in dieser Verfassung hier sitzen würde, um das zu tippen. Ich war nie ein Mensch, der viele Freunde hatte oder braucht aber diese wenigen, guten sind Gold wert. Ich weiß, ich könnte jeden Einzelnen von ihnen jetzt um zwei Uhr morgens anrufen und sie wären für mich da. 
Ich könnte hier jetzt sicherlich noch einen ganzen Roman füllen, mit Dingen, die mein Papa und ich zusammen erlebt haben, vor denen ich Angst habe oder wie es mir geht aber ich glaube es reicht erstmal für heute. Bitte, ich rufe hiermit noch einmal dazu auf - genießt die Zeit mit euren Eltern, Verwandten, Freunden & Liebsten, so gut es geht. Ruft sie doch mal wieder an, wenn ihr nicht zuhause wohnt, besucht sie für ein Wochenende oder trefft euch einfach im Cafe auf einen Kaffee. Diese gemeinsame Zeit ist so wichtig und ist wirklich nicht selbstverständlich.

Fühlt euch gedrückt




Donnerstag, 25. Januar 2018

Rome - Photo Diary, impressions & tipps






Ihr Lieben
Wie vor laaanger Zeit versprochen kommt heute nun endlich der Rom Post mit ein paar Eindrücken, Tipps für Restaurants, Sightseeing und Shopping und alles, was mir sonst noch einfällt :-D Es tut mir leid, dass dieser Post erst viel, viel später kommt als geplant aber ein paar Tage, nachdem wir wieder in Deutschland waren, haben wir eine Klausur geschrieben und dann fing auch schon das stressige Semester an. Aber um es einmal kurz zusammen zu fassen - es war einfach wunderwunderschön! Ich habe mich total in die Stadt verliebt - das Essen, die Architektur, einfach die gesamte Atmosphäre - waren einfach traumhaft. So sehr, dass Lukas und ich tatsächlich überlegen, nächstes Jahr wieder nach Italien zu fliegen, genauer gesagt nach Siena und Florenz! Ich werde euch jetzt im Post Genaueres zu den Themen Unterkunft, Transfer vom Flughafen, öffentlicher Verkehr, Sightseeing, Shopping, Essen und Generelles erzählen, allerdings wird das ein sehr, sehr langer Post, also macht es euch doch wie ich mit einem Tee gemütlich und ich fange jetzt mal von vorne mit der Buchung der Unterkunft an! :-)



Unterkunft, Flug, Flughafen Transfer




Unseren Flug + Unterkunft haben wir bereits im Juni gebucht, wir sind nachmittags mit Easyjet von Hamburg aus geflogen und sind zwei Stunden später in Fiumincino gelandet. Ich hatte mir im Voraus natürlich schon angesehen, wie man vom Flughafen aus am besten in die Stadt kommt und es gibt vier Möglichkeiten:

1. Leonardo Express: Dieser Zug fährt direkt, ohne zu halten zum Haupt(?)bahnhof Termini, perfekt wenn man in der Innenstadt wohnt, denn dort fahren auch fast alle Busse. Pro Person kostet das 14,- und die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde. Tickets entwerten vor dem Einsteigen auf keinen Fall vergessen, denn kontrolliert wird man bei dieser Fahrt immer! Der Expresszug fährt jede halbe Stunde von 6.30 Uhr bis 23:30.

2. Taxi: Eine Fahrt in die Innenstadt kostet etwa 40,-, ideal, wenn man sehr spät ankommt und unkompliziert und schnell zu seiner Unterkunft möchte. Achtet dabei darauf, nur ein weißes, offizielles Taxi zu nehmen, Uber sind in Rom verboten und können mit einer Geldstrafe geahndet werden!

3. Die Terravison Shuttlebusse: Diese Busse fahren nonstop zu Termini, etwa alle 20 - 40 Minuten, von etwa 8:00 Uhr bis 23:00 Uhr. Die Fahrt in die Stadt kostet etwa 5,- pro Person und die Fahrzeit beträgt knapp eine Stunde.

4. Regionalzüge FR1: Da unser Airbnb etwas außerhalb lag, haben wir uns dazu entschieden (nachdem Natalia uns den Tipp gegeben hat) die FR1 zu nehmen. Dieser Zug hält an vielen Bahnhöfen (unter anderem eben auch an unserem - Nomentana) und ein Ticket kostet 8,-. Auch hier dürft ihr das Entwerten am Bahnsteig vor dem Einsteigen nicht vergessen. 

Tipp: Bei den Ticketautomaten kann man übrigens auch deutsch auswählen und geholfen wird einem vom Personal dort auch, sobald man etwas hilflos aussieht :-D Oh und übrigens: auf den Tickets steht nicht, an welchem Gleis und wann der Zug abfährt, wenn ihr die FR1 nehmt, da gibt es glaube ich verschiedene, fragt am besten wie wir ebenfalls das Personal :-)


Obwohl Lukas und ich in Paris und London in Hotels gewohnt haben und das sicher auch seine Vorteile hat, wollten wir dieses Mal etwas intimeres und entschieden uns daher für ein Airbnb. Es war unsere erste Erfahrung damit und am Anfang ist es etwas verwirrend und gerade für mich, die alles ausdruckt und "offiziell" haben muss, war es erstmal ein komisches Gefühl keine Hotelbuchungsbestätigung etc zu haben. Wir hatten vorher schon ein paar Unterkünfte in der näheren Auswahl gehabt und haben uns dann für das "Donna Felicita" von Petro & Natalia entschieden. Der Kontakt vorher verlief problemlos und der Preis pro Nacht war mehr als in Ordnung :-) Bei der Ankunft in Rom, hat mir Natalia direkt eine SMS geschrieben und gefragt, wo wir schon sind und als wir vor der Wohnung ankamen, warteten beide im Auto vor der Tür, um uns den Schlüssel zu geben. Natalia hat uns dann (total herzlich und zuvorkommend) alles in der Wohnung erklärt, inklusive Gasherd (an den haben wir uns aber ehrlich gesagt nicht wirklich getraut, wir waren eigentlich nur außerhalb essen), hat uns sogar ihr Feuerzeug gegeben, weil wir keins hatten und uns erklärt wo die Bushaltestelle ist (direkt um die Ecke) und welche Busse wohin fahren. Falls ihr euch für das Airbnb interessiert - die Busse 90 und 60 fahren an der Haltstelle (Nomentana/Val D'astoa ) direkt in die Stadt, zu den Knotenpunkten Termini (90) und Nazionale und Piaazza Venezia (60), wo man auch gut umsteigen kann :-) 
Das Airbnb kann ich euch auf jeden Fall nur ans Herz legen, es ist sauber, leise, obwohl es direkt an der Straße liegt, man ist etwas abgeschiedener vom Rest des Hauses, weil es im Erdgeschoss liegt und die Busverbindung ist nur zwei Minuten entfernt. Das Einzige, was uns gestört hat, war die Lage, da man mit dem Bus schon um die 30-40 Minuten in die Innenstadt braucht und es wirklich nervig ist, falls man schnell mal nachhause will, wenn man was vergessen hat, sich ausruhen will oder einfach am Ende des Tages völlig kaputt stehend (dazu auch gleich mehr) nochmal 40 Minuten nachhause fahren muss. 



Öffentlicher Verkehr 

Ich muss sagen, ich fand in Rom wirklich alles toll - die Menschen waren super freundlich und haben einem gerne geholfen, die Stadt an sich war einfach nur wunderschön und vom Essen brauch ich ja gar nicht erst anfangen :-D aber was mich wirklich genervt hat, war Roms öffentliche Verkehrsmittel! Es fing erstmal damit an, dass man keine Tickets im Bus kaufen kann wie bei uns. Nach ein wenig googeln habe ich dann gelesen, dass Shops mit dem Schild "Tabacchi" einem Bustickets verkaufen (das System versteh ich einfach nicht wtf :-D), denn Automaten gibt es auch nur an größeren Busstops wie zum Beispiel Termini und Piazza Venezia. Wir sind dann an unserem ersten Tag schnurstracks in einen solchen Laden um die Ecke spaziert, da wir aber leider kein Italienisch können und die Verkäuferin kaum Englisch, haben wir uns eher mit Händen und Füßen verständigt, bis sie uns ein Stift und Papier gegeben hat :-D Da ich irgendwo beim Recherchieren noch wusste, dass "Stunde(n)" "ore" heißt, habe ich "48 ore ticket" aufgeschrieben, sie hat kurz überlegt, den Kopf geschüttelt und "100" aufgeschrieben. Lukas und ich haben uns erstmal etwas verwirrt angesehen, bis uns einfiel, dass ein Einzelticket in Rom für 100 Minuten gilt (also man kann beliebig oft umsteigen). Statt den 48h Tickets kauften wir dann also erstmal zwei einzelne (auch hier das Entwerten im Bus nicht vergessen), um überhaupt in die Stadt zu kommen.

 An der Bushaltestelle angekommen, kam dann erstmal das nächste Problem - im Gegensatz zu uns sind die Italiener nämlich wirklich tiefenentspannt :-D Es gibt an den Haltestellen nämlich einfach mal keine Fahrpläne? :-D Also man stellt sich dann einfach dahin und wartet, bis irgendwann ein Bus kommt, zugegeben, sie fahren etwa alle sieben bis zehn Minuten aber mich persönlich hat das ganz irre gemacht, weil es nicht selten vorkam, dass einfach drei Mal die 90 hintereinander kam und kein einziges mal die 60, in die wir wollten :-D Das hat mich wirklich als einzige Sache an Rom gestört, manchmal haben wir nämlich auch eine halbe Stunde gewartet, bis überhaupt mal irgendein Bus kam haha. Das Nächste, was ebenfalls anders ist bei uns, ist dass es kaum Sitzplätze in den Bussen gibt, vielleicht insgesamt 20, wenn es hoch kam, selbst die älteren Leute standen zum größten Teil alle und wenn man einen 14 Stunden Tag voller Sightseeing hinter sich hat, ist das der sichere Tod der Füße nochmal eine ruckelige Fahrt in gefühlt einer Achterbahn (das Tempo, der Fahrstil und die Straßen sind wirklich gewöhnungsbedürftig :-D) hinter sich zu bringen. 
In den anderen Städten, in denen wir bisher unterwegs waren, waren wir es gewohnt die U-Bahn zu benutzen, die ja wirklich angenehm ist und in Rom gibt es auch zwei oder drei U-Bahn Linien aber da viele Sehenswürdigkeiten auch in den Boden gehen, ist das Fahrnetz sehr begrenzt und so sind wir nur einmal damit zum Kolosseum gefahren. 
Für die ersten beiden Tage haben wir uns dann in der Stadt an einem Stand die 48h Tckets gekauft für je 12.50,- (diese gelten 48h nach dem Entwerten im Bus) aber eigentlich war das gar nicht zwingend nötig, denn das Meiste haben wir tatsächlich zu Fuß gemacht (den ersten Tag sind wir mehr als 30km gegangen), da vor allem die Sehenswürdigkeiten in Fußgängerzonen liegen und die Busse nur relativ in die Nähe kommen. Nur für den Weg vom/zum Airbnb haben wir es gebraucht, wenn ihr also zentral wohnt, dann lohnt es sich eher ab und zu mal Einzeltickets zu kaufen.

Übrigens ist es normal, dass einige Bushaltestellen am Anfang gleich heißen, bei uns hieß das Viertel ja zum Beispiel "Nomentana" und da gibt es dann mehrere, die auch so heißen - Nomantana Batteria, Nomentana Asmara, Nomentana XXI Aprile... ist echt extrem verwirrend, vor allem, weil es einfach im Bus nicht (!) angesagt wird, wie bei uns, welche Haltestelle als Nächstes kommt, am ersten Tag sind wir abends fast an unserer vorbeigefahren, weil man nachts im Dunkeln echt nicht gut erkennt, wo man gerade ist und die Busse dort verdammt schnell fahren :-D Wir hatten meistens Google Maps an (ohne Datenroaming, dann zeigt er einem praktischerweise immerhin an, wo man sich gerade befindet) während der Fahrt, nachdem wir erst versucht hatten beim Vorbeifahren immer die Namen zu lesen, was nicht gut geklappt hat :-D Also den Verkehr in Rom vermisse ich wirklich nicht, da lobe ich mir unsere Busse, mit festen Zeiten und Ansagen/Anzeigetafeln wo man gerade ist/was als nächstes kommt. Oh und wie man an dem Busstop erkennt, wo man überhaupt ist - auf den Schildern ist eingerahmt an welcher Haltestelle man sich gerade befindet. Darüber sind alle, die der Bus schon abgefahren hat, darunter die, die noch kommen. Es ist anfangs wirklich kompliziert aber nach ein, zwei Tagen hat man sich daran gewöhnt :-)


Sightseeing 

Ich glaube Lukas hat schon als kleines Kind davon geträumt eines Tages nach Rom zu fahren :-D Somit habe ich ihm überlassen, was er sich ansehen möchte. Mit dem Romapass, den wir uns am dritten Tag gekauft haben, kommt man in eine (bei dem 48h oder zwei, bei dem 72h Pass) kostenlos rein, wobei Palatin, Forum Romanum & das Kolosseum zusammen als eine Attraktion zählen und die öffentlichen Verkehrsmittel inbegriffen sind :-) Pro Pass haben wir 28,- bezahlt und ihr bekommt ihn in der Stadt wirklich überall (oder vorher online kaufen), unsere haben wir direkt am Termini Bahnhof gekauft. Nicht alle Museen und Sehenswürdigkeiten sind mit inbegriffen, hier findet ihr einen Überblick :-) Auch dieser Pass ist ab dem ersten Eintritt oder nach dem ersten Validieren im Bus/in der Bahn etc. gültig. Im Nachhinein haben wir es bereut, nicht doch das für 72h zu nehmen, da wir uns dann entschieden hatten noch die Engelsburg zu besichtigen aber da man mit dem Roma Pass auch Ermäßigungen bekommt, haben wir dafür je 7,- gezahlt, was für die Aussicht (dazu komm ich weiter unten noch) total in Ordnung war :-) Das Pantheon ist umsonst und in den Vatikan sind wir aufgrund des Zeitmangels nicht gegangen, das kostet aber auch nochmal eine ordentliche Stange Geld und irgendwann möchten wir ja auch nochmal zurück nach Rom und nach was zu sehen haben! :-) Das einzige, was ich persönlich gern noch gesehen hätte, war der Bocca della Verita. Aber abends, wo wir dafür ein wenig Zeit gehabt hätten, waren wir so kaputt, dass wir nur noch was essen und ins Bett wollten :-D Jedenfalls schafft man sicher mindestens zwei Sehenswürdigkeiten am Tag, je nachdem wie lange man bleiben möchte und wie viel Zeit man sich lässt. 
Viele Dinge wie der Trevibrunnen (Münze rückwärts über die Schulter werfen, damit man nochmal nach Rom zurück kommt!), die spanische Treppe (gemütlich zum Sitzen und Entspannen abends), das Monumento a Vittorio Emanule II (sehr schöner Ausblick), das Pantheon (vor allem bei Regen ein Besuch wert, aufgrund der offenen Kuppel) und das Trajan Forum sind auch umsonst, sodass man sich mit dem Pass am besten einfach die teuerste Sehenswürdigkeit(en) aussucht, in die man will und den Rest so abklappern kann :-D Ich fasse euch nochmal kurz die Vorteile des Roma Passes zusammen:


- alle öffentlichen Verkehrsmittel ebenfalls (Bus, Bahn, Tram)
- man bekommt auf alle Sehenswürdigkeiten und Museen Ermäßigungen
- die erste Sehenswürdigkeit ist umsonst, bzw. die ersten beiden, je nachdem welchen Pass man nimmt
- Vatikan und Villa Borghese gehören allerdings zB nicht dazu
- man muss nicht wirklich Anstehen, sucht einfach die Eingänge mit dem Roma Pass Zeichen


Was ich noch erwähnenswert finde, ist zu wissen, dass man viele Sehenswürdigkeiten nicht direkt mit dem Bus erreicht. Gefühlt 90% der Innenstadt sind Fußgängerzonen, also kann man höchstens super weit weg von einer Sehenswürdigkeit aussteigen und den Rest dann zu Fuß hingehen - meistens hätte sich eine Busfahrt nicht einmal gelohnt mit der Wartezeit in der Mittagshitze, weshalb wir eigentlich alles zu Fuß abgeklappert haben, was der Tod für meinen Rücken und meine Füße war :-D Am ersten Tag sind wir glaube ich 33 km gegangen, die Tage danach waren es stetig mehr, also Eis essen kann man sich definitiv abends leisten haha :-D



Forum Romanum & Palatin








Am besten gefallen hat mir das Forum Romanum/der Palatin. Wir waren direkt nach dem Kolosseum da und es war so idyllisch und ruhig dort. Man kann da wirklich Ewigkeiten verbringen, es gibt viele Sitzmöglichkeiten, verschiedene Ebenen mit toller Aussicht und nach ein paar Tagen im lauten, lebhaften Rom, tat es richtig gut dort für ein paar Stunden die Ruhe zu genießen. Das mit Abstand schönste war aber, dass Lukas als richtiger Geschichtsfanatiker, super viel über alles in Rom wusste und durch seine Erzählungen konnte ich mir richtig gut vorstellen, wie das Leben sich in Rom damals vor allem an diesem Mittelpunkt der Stadt abgespielt hat. Auf dem Forum wurde verhandelt, eingekauft, sich zu Geschäfte machen getroffen, dort wurden Verhandlungen abgehalten und Urteile gefällt. Auch wenn von vielen Sachen nur noch ein kleiner Teil (zum Beispiel vom Venus Tempel)) erhalten ist, zusammen mit Lukas Geschichten konnte ich richtig spüren, wie viel sich früher auf diesem Platz abgespielt hat. Gerade für einen ausgedehnten Spaziergang kann ich euch das Forum + Palatin nur ans Herz legen.



Kolosseum





Lukas absoluter Favorit war natürlich das Kolosseum - jedes mal wenn wir an den anderen Tagen vorbei gefahren sind, hat er mir die Ohren vollgejammert, dass er endlich rein möchte :-D Mit dem Roma Pass mussten wir auch nicht anstehen, nur einmal durch die Sicherheitskontrolle durch. An dem Tag, an dem wir drin waren, war es unfassbar heiß, ich glaube um die 28 Grad, aber das Kolosseum bietet auch ein paar Schattenplätze zum Ausruhen. Wenn man einmal drinsteht, kann man sich gar nicht vorstellen, dass dieser Koloss (höhö :-D) vor tausenden Jahren von Menschen gebaut wurde. Es ist einfach gigantisch und so überwältigend. Wusstet ihr zum Beispiel, dass die Römer es früher unter Wasser gesetzt haben, um Seeschlachten nachzustellen? Oder dass es für alle Bürger kostenlos war? Außerdem gab es Tombolas, wo man Dinge wie Wein oder sogar Sklaven gewinnen konnten. Das Kolosseum hat übrigens auch nicht nur Gladiatoren gezeigt, wie man denken könnte, sondern es gab ein ganzes "Programm", von Theater, über Hinrichtungen bis hin zu Tierkämpfe. 
Ich muss aber auch sagen, dass einem schon ganz anders wird, wenn man dort steht und daran denkt, wie viele Menschen dort ihr Leben gelassen haben, nur für die Belustigung und Unterhaltung anderer. Nichts desto trotz ist es natürlich ein Muss in Rom :-)



Engelsburg









Die letzte, kostenpflichtige Sehenswürdigkeit, die wir besucht haben, ist die Engelsburg. Vor allem die wunderschöne Aussicht über die gesamte Stadt hat mich überzeugt aber auch die Deckenmalerei und die einzelnen Räume/Sääle an sich. Außerdem gibt es gratis W-Lan in der ganzen Burg :-D Auf der mittleren Etage gibt es ein winziges Cafe, wo man sich gemütlich mit einem Kaffee hinsetzen kann, direkt an einen der offenen Fenster, um den tollen Ausblick zu genießen. 



Monumento a Vittorio Emanuele II - für eine tolle Aussicht über die Innenstadt



Spanische Treppe




Die spanische Treppe war für mich das italienische Pendant zur Sacre Coeur in Paris :-D Hier gab es auch eine Kirche, hier sitzen vor allem abends viele Menschen, um sich bei einem Bier oder Eis zu entspannen, zu unterhalten oder einfach um den Abend ausklingen zu lassen. Hier in der Nähe befinden sich übrigens auch die Luxusstraßen - Chanel, Louis Vuitton, Celine - alles was das Herz begehrt :-D Da wir erst abends da waren, hatte alles schon zu aber ich hätte mich wahrscheinlich sowieso niemals getraut in einen dieser Läden reinzugehen, haha. Wir haben uns dann einfach nur die Schaufenster angeschaut und ich habe ein klitzekleines bisschen von einer Celine Tasche geträumt, hach.


Piazza Navona 





Ein weiterer schöner Platz, um mittags etwas zu essen oder ein hübsches Souvenir zu kaufen, ist der Piazza Navona. Hier findet ihr unzählige Künstler, die ihre Bilder verkaufen und kleine, süße Shops, wie den in der Mitte, wo ich meiner Mama zum Beispiel ein wunderschönes, handgemachtes Passetui aus Leder gekauft habe. In diesem Laden, den ich euch besonders ans Herz legen kann, gibt es auch Siegel und passendes Wachs, im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich mir nichts mitgenommen habe! Er ist jedenfalls wirklich einen Besuch wert :-)





Ausblick aus der Engelsburg // In der Nähe von Giolitti // Der Vatikan // Trevi Brunnen 

im Pantheon



Essen


Kommen wir zu dem, was Lukas und mir gleichermaßen mit Abstand in Rom am besten gefallen hat - das Essen! Wer mich etwas besser kennt, kennt auch meine unendliche Liebe zu Pasta! :-D Ich esse an fünf von sieben Tagen der Woche mindestens einmal am Tag Nudeln in allen möglichen Varianten und als es feststand, dass wir nach Rom fahren würden, bin ich vor Vorfreude auf italienische Pasta innerlich ein wenig ausgerastet :-D Und tatsächlich habe ich mich an den vier Tagen, die wir da waren ausschließlich davon ernährt, ja, zweimal am Tag Pasta, vier Tage lang, so groß ist die Liebe! Wie ihr auf den Bildern erkennen könnt, schlägt mein Herz vor allem für Meeresfrüchte und mein absolutes neues, liebstes, nicht-vietnamesische Gericht nach Sushi ist nach Rom Spaghetti Vongole geworden! Spaghetti in Öl, mit Weißwein, dazu Venusmuscheln, Petersilie und Knoblauch, oh mein Gott, es ist himmlisch. Einmal am Tag, meistens abends musste es dann auch sein, am besten hat es mir mit Abstand bei dem Restaurant Osteria dell' Anima geschmeckt, dicht gefolgt von Mercato Hostaria :-) Lukas hat sich ein weeenig abwechslungsreicher ernährt und auch mal eine Pizza gegessen :-D bevorzugt mit Prosciutto. Ich könnte wahrscheinlich einen ganzen Blogartikel schreiben über das Essen in Rom aber um es kurz zu sagen: für jeden, der vor allem wie ich, auf Pasta steht, ist Italien ein absolutes Muss! Ich habe kein einziges Gericht gegessen, was mir nicht unglaublich gut geschmeckt hat! Eigentlich braucht man sich nur ein Restaurant in einer der kleinen, verwinkeltes Nebenstraßen zu suchen, wo man bestenfalls auch draußen sitzen kann (ist bei 95% der Fall) und damit kann man schlichtweg nichts falsch machen. Passt nur auf, dass bei manchen sowohl das Brot, als auch das Gedeck (steht dann meistens auf der Karte aufgelistet als "Coperto") extra zahlen muss. Ansonsten kann ich jedem nur raten sich einmal durch die Karte zu probieren und so viel mitzunehmen wie es geht, ich war ja so begeistert und hin und weg von den Nudeln mit Muscheln, dass ich sonst nur bei Lukas probiert habe :-D 


Die besten Spaghetti alle vongole bei Osteria dell' Anima (via S. Maria dell'Anima 8) und Lukas hatte Pizza Prosciutto // Die gleichen Gerichte am Abreisetag bei Rotonda (via dei Pastini 17)

again - Spaghetti vongole für mich und Spaghetti Carbonara für Lukas bei Mercato Hostaria (Piazza Campo de'Fiori 53)


Das beste Eis bei Giolitti - Via degli Uffici del Vicario 40

Eine weitere Sache, von der ich jetzt, Monate später, noch von träume ist das Eis von Giolitti! Ich übertreibe nicht, wenn ich sage: DAS WAR DAS BESTE EIS WAS ICH JE IN MEINEM LEBEN GEGESSEN HABE! :-D 
Selbst Ben&Jerrys kann direkt einpacken, es ist der Wahnsinn. Von Touristen und Einheimischen gleichermaßen geliebt, hat die Eisdiele ihre Öffnungszeiten angepasst und hat tatsächlich von 7:00 Uhr bis 1:00 Uhr morgens durchgängig auf! Ich kann euch aber nur raten nicht in der Stoßzeit von 17-19 Uhr hinzugehen, da wartet man auch gern mal eine halbe Stunde, bis man überhaupt in die Nähe der Theke kommt aber wenn man etwas später am Abend geht oder morgens, kann man sich ganz entspannt sein Eis aussuchen :-) Wobei es immer gut gefüllt ist, kein Wunder bei der Größe der Kugeln und der Qualität! Was hilfreich zu wissen ist - anders als in den Eisdielen bei uns, geht man erst zur Kasse, sucht sich da aus, wie viele Kugeln man will, bezahlt bereits, kriegt einen Kassenzettel und stellt sich damit dann erst an der Theke an. Den Zettel gibt man dem Eisverkäufer, die Sorten stehen dort auch auf Englisch und werden zusätzlich auf Bildschirmen oben an den Wänden gezeigt, entscheidet sich für eine Waffel oder einen Becher und Sahne gibt es auf Wunsch gratis dazu. Meine liebsten Sorten waren Reis (schmeckt aber nach Milchreis, nicht verwirren lassen :-D), dunkle Schokolade (schmeckt zu 100% wie ein Brownie, so schokoladig, vollmundig und schön schwer) und mein absoluter Favorit - Zimt (hatte ich jedes Mal, wenn wir da waren)! Lukas hingegen mag Fruchteis lieber und war vor allem begeistert von Limoncello und Melone. Wir waren wirklich jeden einzelnen Tag da, manchmal sogar zweimal, also spät abends/nachts nochmal :-D (so viel wie wir an den Tagen zu Fuß gegangen sind, konnte ich mir das Gott sei Dank auch leisten) Giolitti hat nicht nur tolle, ausgefallene Sorten, die man sonst vorher nie gesehen hat, die Kugeln sind riesig für den Preis (glaube drei Kugeln haben etwa 3.50,- gekostet) und der Geschmack...ohne Witz, das lässt sich nicht in Worte fassen, wenn man es nicht selbst probiert hat. Wenn ich nur einen Tipp geben müsste für Rom, dann ist es ohne Zweifel Giolitti! :-)


Spaghetti seafood bei Ristorante II Postiglione // nochmal Pasta bei Mercato Hostaria // Penne mit Lachs // Pasta für uns beide bei Pasta e Vino (Vicolo de cinque 40)


Bei Pasta e Vino sucht man sich erst die Pastaart aus und dann die Soße dazu. Es ist günstig, frisch gemacht und die Atmosphäre ist familiär und super gemütlich. Mir war es ein wenig zu salzig aber nach Lukas gab es dort die besten Tortellini! :-) 


Shoppen / Bummeln 


Früher wollte ich auch im Ausland vor allen in Läden wie Zara, Forever21, Brandy Melville etc aber in diesem Urlaub hat mich das irgendwie gar nicht gereizt und ich habe keinen Fuß in diese Läden gesetzt :-D Vielmehr haben mich die kleinen Märkte fasziniert, besonders der Porta Portese Flohmarkt, der jeden Sonntag stattfindet. Der Flohmarkt war auch der Grund, warum wir die Reise über einen Sonntag gebucht haben, weil ich unbedingt hinwollte. Es hat sich definitiv gelohnt! Wir sind früh aufgestanden, der Markt war bereits sehr voll, als wir ankamen. Man findet wirklich alles dort: Hochzeitskleider, Möbel, Kleidung, Haushaltsgegenstände, Taschen aber auch viel Ramsch. 



Super weich, hält schön warm, man kann ihn dadurch, dass er so oversized ist zur Leggings tragen und ich liiiebe die Stickereien und die Farben! Wirklich das beste Schnäppchen, was ich je gemacht habe :-D




Mit ein bisschen Geduld und Glück kann man aber wirklich tolle Sachen finden - ich habe tatsächlich auch ein paar Schätze gefunden. Diesen wunderschönen Oversizedpullover von Peter Hahn aus Schnurwolle für gerade mal 2,- (!) von einem Wühltisch, der mir beim Vorbeigehen direkt ins Auge sprang. Ich stellte mich innerlich schon auf mindestens 15,- ein und dann sagte der Standbesitzer einfach, dass alles auf dem Tisch 2,- kostet! :-D 





Und vier (das letzte habe ich bereits eingerahmt) kleine botanische Prints für insgesamt 7,- und jetzt im Nachhinein ärgere ich mich so so sehr, nicht noch viel mehr mitgenommen zu haben! Hier findet man sowas kaum und erst recht nicht für so wenig Geld, sie hatten zum Beispiel auch wirklich schöne mit Schiffen oder verschiedenen Insekten, hach. Ich war jedenfalls sehr zufrieden mit meiner Ausbeute und alleine für die Erfahrung ist der Flohmarkt auf jeden Fall einen Besuch wert :-) 


Links seht ihr einen Stand, wo man sich einen Bilderrahmen nach Wunsch zusammenstellen kann // viel Schmuck und andere Accessoires auf dem Flohmarkt





Mein zweiter Favorit waren die Stände vor der Engelsburg am Tiber entlang. Hier gibt es Bücher, kleine Mitbringsel, Tassen und Drucke. In einen der Drucke habe ich mich sofort verliebt! Zu meinem Glück war es tatsächlich auch der Letzte und zuhause habe ich ihn eingerahmt und auf meinen Schminktisch gestellt - wie schön ist der bitte? 




Von den verzierten Buchstaben habe ich auch welche gekauft - zwei für mich, also ein M für meinen Nachnamen und ein T, weil ich es einfach so schön fand :-D Das M bildet ja Minerva ab, weiß einer wofür das T stehen könnte? Irgendwas mit Triton vielleicht, wegen des Schiffes und auch das Meer? Jedenfalls fand ich die so schön, dass ich auch zwei als Souvenir für meine Familie mitgebracht habe. Ich stehe einfach auf sowas, Lukas nennt es liebevoll Kitsch :-D 


Nicht geplanter Partnerlook mit Star Wars :-D // den süßen Pin habe ich mir auch bei den Ständen vor der Engelsburg gekauft // Straßenkünstler mit seinen wunderschönen Werken 


So ihr Lieben, ich glaube in den mehr als 6 Jahren, die ich nun blogge, habe ich noch nie einen so langen Post verfasst :-D Ich hoffe er war für den einen oder anderen von euch interessant oder hilfreich, wenn ihr Fragen habt, könnt ihr sie mir gerne in den Kommentaren da lassen oder mir eine Mail/PN bei Instagram schreiben :-) Ich entschuldige mich nochmal, dass es so wahnsinnig lange gedauert hat, bis dieser Post online kam und generell so lange keiner mehr veröffentlicht wurde aber bei mir ist viel passiert in den letzten Wochen, Genaueres werdet ihr bald in einem Lifeupdate erfahren. Danach sind noch mein jährlicher "What I got for christmas" Post, der auch leider spät kommt, geplant aber besser als nie dachte ich :-D Und da ich momentan total verrückt nach Ebay Kleinanzeigen bin, wollte ich eine Art Interior/Deko Haul + Zimmer Update machen, falls euch das auch interessiert? Auf jeden Fall wollte ich mich außerdem an dieser Stelle noch für all die super super süßen Nachrichten bedanken, die ich in den letzten Monaten bekommen habe! Ich weiß, dass ich nicht mehr so aktiv hier bin aber es ist immer schön zu erfahren, wie interessiert viele von euch noch immer seid, mich haben so viele Nachrichten erreicht, ob ich bitte wieder bloggen könnte und ihr meine Posts vermisst, was mich wirklich gerührt hat! Danke dafür, ich hätte nicht gedacht, dass bei vielen (noch immer) so großes Interesse besteht und das motiviert mich richtig hier wieder mehr Leben reinzubringen! Falls ihr täglich kleine Updates möchtet, bei Instagram Stories poste ich fast jeden Tag relativ viel und nehme euch dort mit :-) Ich wünsche euch schon mal ein schönes Wochenende und melde mich bald wieder. 

Montag, 2. Oktober 2017

Waiting for #15

Ihr Lieben
eigentlich wollte ich mich erst nach meiner Klausur nächsten Montag melden, mit einem Post über Rom (Einkäufe, Tipps, generell Fotos & Eindrücke) aber da ich ein wenig bestellt habe (natürlich herbstlich, was auch sonst :-D), dachte ich mir, ich tippe heute einen kleinen "Waiting for"-Post für euch :-) In Rom habe ich nur ein paar Souvenirs gekauft und war nicht in den typischen Läden wie Zara, etc. - irgendwie hat mich das dieses Mal gar nicht gereizt aber bevor die nächsten Monate nur noch aus Ausgaben für Weihnachtsgeschenke und Geburtstage bestehen, war ich in der Stimmung mir noch ein paar Sachen zu gönnen :-D 




Leather harnes *direct link* - Sheinside: Ok, zugegeben, auf dem ersten Blick fragt man sich erstmal was zur Hölle das sein soll :-D Aber in Rom, am Kolosseum, habe ich ein Mädchen gesehen, das hatte ein ganz schlichtes, schwarzes, ärmelloses Kleid aus Baumwolle an, leicht ausgestellt mit einem sehr ähnlichen Leder-, ähm tja, wie nenn ich das am besten,...Geschirr? :-D Jedenfalls war es genauso aufgebaut und es sah an ihr einfach so fantastisch aus! Außergewöhnlich, cool aber dennoch tragbar wie ich fand. Ich hatte mich so verliebt aber leider nicht getraut sie anzusprechen und ärgerte mich noch Tage später total darüber! Als ich auf Sheinside gestöbert habe, habe ich dann zufällig dieses hier entdeckt und musste es einfach bestellen :-) Ich weiß, dass das definitiv Geschmackssache ist und verstehe auch jeden, der damit nichts anfangen kann aber ich stell es mir so cool vor zu schlichten, schwarzen Kleidern & Sneakern! 


Pine/rosewood bodybutter - Rituals // Pumpkin bodybutter - The Body Shop: Wie ihr inzwischen sicher bereits öfter gelesen habt, liebe ich die Sachen von Rituals und einer meiner Vorsätze (hier) war ja, komplett auf Rituals umzusteigen. Oft bekomme ich zum Geburtstag oder Weihnachten Produkte geschenkt, mit denen ich dann recht lange auskomme aber jetzt hat sich mein Vorrat zum Ende geneigt und passend dazu hat Rituals gerade eine neue LE rausgebracht, die nach Rosenholz & Kiefer riecht. Wenn das nicht perfekt klingt, weiß ich auch nicht :-D Meine liebste Duftrichtung ist ja Ricemilk & cherryblossom aber die LEs sind echt der Shit! Letztes Jahr war ich so so verliebt in die, die nach Zimt roch (Rituals of Light war das), hach. Auch die Kürbis-Vanille Bodybutter vom Bodyshop interessiert mich sehr, ich muss am Donnerstag sowieso kurz in die Stadt, da wollte ich mal an beiden schnuppern und mir dann eine mitnehmen :-) 


"Playing koi" - Essie: Eigentlich findet man ja so gut wie alles auf Kleiderkreisel aber als ich irgendwann letztens zufällig auf diesen Lack aus einer LE 2016 stieß, fand ich nur Angebote aus der USA. Ich war schon länger auf der Suche nach so einem Nagellack - ein schöner, satter Kürbiston und vor ein paar Tagen wurde ich dann endlich auf KK fündig, für 5,- habe ich ihn dann gekauft und bin schon gespannt! Ich finde diese Farbe harmoniert total schön zu Camel-, Rost- & Brauntönen, vor allem zu den Schal, den ich euch im letzten Post gezeigt habe.


Emerald green fur coat *direct link* - Bershka: Schon letzten Winter wollte ich unbedingt einen kürzeren, kuscheligen Fellmantel und habe auch einige bestellt und anprobiert aber irgendwie saßen sie entweder nicht schön oder gefielen mir schlichtweg nicht. Irgendwann als es wärmer wurde gegen Frühling gab ich dann die Suche auf, mit dem Vorsatz später im Jahr weiter zu suchen. Sobald die ersten Herbstsachen in den Läden und online waren, ging die Suche also wieder von vorne los und ich wurde dieses Mal endlich fündig! Sogar ein wunderschöner, smaragdgrüner wurde es und was bin ich verliebt! Er hat genau die richtige Länge, ist wunderbar weich und warm und die Farbe ist einfach göttlich! Normalerweise bin ich bei sowas echt schmerzlos und trage auch Overkneesstiefel (also meine Flachen) in die Uni, roten Lippenstift, wenn mir danach ist, hohe Schuhe etc. aber das ist das erste Teil in meinem Schrank, was auch mir Mut abverlangt, um es auszuführen. Er kam einen Tag vor dem Urlaub an, weshalb ich bisher keine Gelegenheit hatte ihn zu tragen aber das werde ich definitiv bald zu einem Allblack Outfit tun :-) 
Zugegeben, so etwas kann schnell aufgedonnert wirken aber ich finde diese Art von Mäntel einfach so elegant und chic, dass ich dieses Risiko gern eingehe :-D


Knit with star details *direct link*- Sheinside: Dieser Pullover war der Hauptgrund für meine Bestellung - ich muss sagen, bei Strick habe ich eine Schwäche für Grau und so sind wirklich 98% aller meiner Pullis einfach nur grau :-D Ich wollte einfach etwas Abwechslung, auch wenn dieser ebenfalls meinem üblichen Farbschema entspricht, finde ich die kleinen Details wie die Sterne an den Ärmeln wunderschön! Er ist klassisch, schlicht aber dennoch nicht langweilig einfarbig und zu der Lederleggings, über die ich gleich sprechen werde, kann ich ihn mir richtig gut vorstellen. Dazu meine weißen Chucks, rote Lippen und einen großen Schal, perfekt!Ich freue mich sowieso total darüber, dass es in Deutschland inzwischen so stürmisch kalt ist, dass man sich in Pullis kuscheln, die Schals wieder rauskramen und ich auch meine neue Felljacke anziehen kann, hach. 


Leather biker leggings *direct link* - Sassy Classy: Die Lederhose, die ich mir bestellt habe, ist nicht exakt dieselbe wie auf dem Bild aber vom Stil her recht ähnlich. Seit ungelogen Jaaahren bin ich schon hinterher, die perfekte Lederhose mit Riffeln an den Knien zu finden aber bei meiner Größe und dünnen Fesseln ist es nicht wirklich einfach, was passendes zu finden. Die von Zara, die sie jedes Jahr rausbringen (wie die auf der Collage), finde ich immer super schön aber die sitzen an mir einfach schrecklich - am Bund zu weit, an den Oberschenkeln zu eng und am Rest schlabbern sie rum :-D Mindestens genauso lange wie ich suche, habe ich die Leggings von SC schon abgespeichert aber bisher habe ich mich nie dazu durchringen können sie auch tatsächlich zu bestellen, bis vorhin :-D Jetzt hoffe ich, dass sie schnell ankommt, gut sitzt und die Suche damit endlich beendet ist!


Marble earrings *direct link* - Sheinside: Das letzte, was bei Sheinside mit in den Korb wandern durfte, sind diese Ohrringe. Normalerweise trage ich eher dezenten Schmuck am Ohr aber die Kombination aus dem Grün, dem Marmor und der Ringdetails hat mich sofort angesprochen und ich freue mich schon auf die kleine Ergänzung für meine Schmucksammlung.


Ihr Lieben, das soll es für heute erstmal von mir gewesen sein, mein Tag bestand heute nur aus Lernen bisher und ich wollte mich gleich noch mit Lukas an ein Gericht (Spaghetti alle vongole) versuchen, was ich in Rom unglaublich gerne gegessen habe (habt ihr sicher auf Instagram gesehen :-D) - drückt uns die Daumen, dass das nicht in die Hose geht :-D Ich wünsche euch morgen einen schönen Feiertag und hoffe euch hat der kleine Zwischenpost gefallen!